Fünf Titel und ein Vereinsrekord: Starker Auftritt der LSG-Athlet*innen bei den Regionalmeisterschaften Rhein-Main
Etwa 450 Athlet*innen ab 14 Jahren bis ins Erwachsenenalter trafen sich am vergangenen Wochenende zu den Regionalmeisterschaften Rhein-Main in Frankfurt-Niederrad auf dem Gelände des Olympiastützpunkts. Dennoch ließen die Teilnehmerzahlen in einigen Jahrgangsstufen bzw. Disziplinen zu wünschen übrig. Die LSG war mit 12 Athlet*innen gut vertreten und wieder einmal sehr erfolgreich. Mit 5 Regionalmeistertiteln, zwei Vizetiteln und einem Vereinsrekord fiel die Bilanz sehr positiv aus.
Am ersten Wettkampftag sorgten die LSG-Schülerinnen für drei Siege. Maja Blohm absolvierte ihren ersten Freiluftwettkampf im Stabhochsprung. Die 13-Jährige startete eine Altersklasse höher. Zunächst war sie sehr aufgeregt, meisterte aber einen tollen Wettkampf. Ihr gelangen gute Anläufe und auch Absprünge, nur die Arbeit am Stab gilt es noch zu verbessern. Sie startete bei 2 m und bewältigte alle Höhen bis einschließlich 2,30 m im ersten Versuch. Damit stellte sie einen neuen Vereinsrekord auf – der bisherige hatte 22 Jahre Bestand gehabt. Und Maja holte sich den Regionalmeistertitel in der W14. Erst an 2,40 m scheiterte sie dreimal.

Maja Blohm wurde Regionalmeisterin im Stabhochsprung der W14 und stellte einen neuen Vereinsrekord auf.
Außerdem gab es zwei Siege im Hammerwurf. Marie Sahler (W15) zeigte sich stark in Form. Sie schleuderte den 3 kg-Hammer dreimal über die 49 m-Marke. Ihr weitester Versuch landete bei 49,74 m. Damit wurde sie überlegen Regionalmeisterin. Amelie Rumpf siegte im Hammerwurf der W14. Sie haderte allerdings mit ihrer Weite von diesmal „nur“ 41,86 m.

Wurden beide Regionalmeisterinnen im Hammerwurf (von links): Marie Sahler und Amelie Rumpf.
Endlich „back on track“ war Hanna Schneider (W15). Sie freute sich riesig, wieder auf der Bahn unterwegs sein zu dürfen. Nach einer langwierigen Fußverletzung hatte sie viel Durchhaltevermögen bewiesen und absolvierte einen tollen Weitsprungwettkampf. Ihre ersten Absprünge waren noch etwas zu flach, im dritten und vierten Versuch flog sie dann aber locker über 5 m. 5,12 m war ihr bestes Resultat. Damit wurde sie – nur 3 cm von der Vizemeisterschaft entfernt – knapp Vierte.
Auch über 100 m lief es sehr gut für sie. Aufgrund des großen Teilnehmerfeldes in der W15 gab es hier gleich drei Runden. Im Vorlauf sprintete Hanna mit 13,42 s als gesamt Zweitschnellste in den Zwischenlauf. Hier gelang ihr dann sogar eine Steigerung auf 13,28 s. Als erneut Zweitschnellste zog sie ins Finale ein. Hier schaffte sie mit 13,29 s noch einmal eine tolle Zeit und wurde ganz knapp geschlagen Dritte. Ihre Beine waren am Ende müde gewesen. Aber Hanna war einfach nur glücklich, wieder über die Laufbahn gesprintet zu sein und dass ihr Fuß der Belastung Stand gehalten hatte.

Nach langer Verletzungspause endlich wieder zurück auf der Bahn: Hanna Schneider sprintete auf Platz 3 über 100 m der W15.
Ebenfalls in der W15 waren Emma Keinbrecht und Lotta Herdter am Start. Emma flog m Weitsprung auf 4,58 m und den 5. Platz. Leider war ihr weitester Versuch knapp ungültig. Über 100 m sprintete sie nach einem nicht so guten Start 14,30 s und qualifizierte sich für die Zwischenläufe. Auch hier war das Teilnehmerfeld sehr groß. Im Zwischenlauf lief sie nach 14,43 s über die Ziellinie und verpasste das Finale um nur eine Hundertstelsekunde.
Lotta stellte sich schon zur Morgenstunde der Konkurrenz über 80 m Hürden. Leider blieb sie an der vorletzten Hürde hängen und musste dadurch im 4er- statt im 3er-Rhythmus die letzte Hürde angehen. So war sie enttäuscht über ihre Zeit von 14,28 s und den 9. Platz. Später ging sie auch noch über 800 m an den Start. Nach 2:52,33 min wurde sie Vierte.

In action über 100 m bzw. 100 m Hürden (von links): Emma Keinbrecht und Lotta Herdter.
In der U20 stellten sich Sophie Köble und Pauline Stahl der Konkurrenz. Sophie gelang mit 28,13 m ein solider Speerwurf und die Regionalvizemeisterschaft. Im Einwerfen hatte sie sogar noch weiter geworfen. Pauline sprintete über 100 m 13,39 s und wurde Dritte. Der Start war ihr diesmal nicht gelungen.

Sophie Köble wurde Regionalvizemeisterin im Speerwurf der U20.
Am zweiten Wettkampftag waren die männlichen Vertreter an der Reihe. Lukas Glöckner sprintete in neuer Saisonbestzeit von 21,53 s souverän zum Regionalmeistertitel über 200 m der Männer. Für eine noch bessere Zeit hatte ihm die Konkurrenz gefehlt.

Pauline Stahl sprintet auf Platz 3 über 100 m der U20.
Ebenfalls Regionalmeister wurde Philipp Welcker. Im Hochsprung der U20 war er mit erfreulichen 1,80 m nicht zu schlagen. An 1,85 m, die neue persönliche Bestleistung bedeutet hätten, scheiterte er nur ganz knapp.
Lukas Kremer (U18) absolvierte in Frankfurt seinen ersten Dreisprungwettkampf überhaupt. Hop, step, jump und er landete bei 11,73 m. Das bedeutete die Vizemeisterschaft. Im Hochsprung benötigte er etwas Zeit, um in den Wettkampf zu finden. Von Höhe zu Höhe gelangen die Sprünge besser. Am Ende schaffte er 1,70 m und wurde höhengleich mit dem Dritten Vierter aufgrund eines Fehlversuchs mehr. An den 1,73 m, mit denen er seine Bestleistung eingestellt hätte, scheiterte er nur hauchdünn.
Jayden Seck startete über 200 m der U20. Die Startkurve ging er leider etwas zu verhalten an, auf der Zielgeraden sprintete er in guter Manier. Am Ende lief er nach 23,78 s als Dritter über die Ziellinie.
Mit dem positiven Schwung dieses äußerst erfolgreichen Wochenendes blicken die Athlet*innen nun voller Vorfreude auf die letzten anstehenden Wettkämpfe der Saison.

Philipp Welcker wurde mit beachtlichen 1,80 m Regionalmeister im Hochsprung der U20.










