Sportabzeichentermine im Oktober


Mit Lucija Heun und Toni da Conçeicão hatte die LSG am vergangenen Sonntag eine Debütantin und einen sehr erfahrenen Läufer am Start bei der 52. Auflage des Berlin Marathon. Mehr als 56.000 Menschen aus 162 Nationen hatten sich für den Lauf über die klassische Distanz von 42,195 Kilometern angemeldet. Damit gehört Berlin weiterhin zu den größten Marathonveranstaltungen weltweit und ist das mit Abstand größte Rennen dieser Art im deutschsprachigen Raum.
Über 50.000 Finisher erlebten bei idealem Wetter den ganz besonderen Moment beim Durchlaufen des Brandenburger Tores kurz vor der Ziellinie, Zehntausende Zuschauende und 80 Live Bands feierten den Sport entlang der Strecke.
Toni machte sich am Sonntag bereits zum 12. Mal auf den Weg durch die Hauptstadt. „Die altbewährte Strecke mit ihren zahlreichen optischen Attraktionen und ihren unzähligen, stetig anfeuernden Zuschauern ist und bleibt einfach ein Highlight“, berichtete er begeistert. Toni kam mit den Bedingungen gut zurecht und lief nach einem sehr gleichmäßigen Rennen in 3:14:39 Stunden absolut zufrieden ins Ziel. Mit einer Durchschnittszeit von 4:37 Minuten pro Kilometer belegte er Platz 6477 des Gesamtfeldes und Rang 388 seiner Altersklasse M50. Insgesamt war es für den 53-Jährigen bereits der 99. Marathon seines Lebens. Sein 100. Marathonjubiläum möchte Toni Ende Oktober beim Frankfurt Marathon feiern.

Originelles Erinnerungsfoto vom Berlin Marathon: Toni da Conçeicão mit dem Berliner Bär.
Lucija Heun dagegen absolvierte ihren allerersten Marathon. Sie ging recht unbedarft an die Sache heran und war absolut angetan von dem Rennverlauf. Auch ihr gelang ein sehr gleichmäßiges Rennen. Den Halbmarathon absolvierte sie in 1:46:33 Stunden, und für die zweite Streckenhälfte benötigte sie 1:47:51 Stunden. Am Ende überquerte sie nach starken 3:34:24 min als 553. ihrer Altersklasse W30 die Ziellinie hinter dem Brandenburger Tor. Damit war ihr eine Durchschnittszeit von 5:05 Minuten pro Kilometer gelungen und sie freute sich riesig. „Erst durch die Vorbereitung merkt man, wie viel Zeit, Disziplin und Umfang hinter einem Marathon stecken – umso mehr Respekt habe ich vor allen, die das öfter machen! Das Wetter, die Strecke und vor allem die Stimmung waren einfach ein Traum. Ein unglaublich schönes Erlebnis und ein Tag, an den ich mich noch lange erinnern werde. Danke Berlin!“, ließ sie den Tag Revue passieren.
Zwei unterschiedliche Perspektiven, eine gemeinsame Leidenschaft: Luci und Toni bewiesen in der Hauptstadt eindrucksvoll, dass die Faszination des Marathons über alle Erfahrungsstufen hinweg besteht.

Impressionen von Lucis erster Marathonteilnahme in Berlin – Freude pur.
Der Hessische Leichtathletik Verband hatte am vergangenen Samstag die Jahrgänge 2011 und 2012 mit ihren Heimtrainern zum Kader- und Sichtungstest 2026 in die Leichtathletikhalle Frankfurt-Kalbach eingeladen. Unter den 50 jungen Athlet*innen aus 32 Vereinen waren gleich drei von der LSG: Lu Nierfeld, Marie Sahler (W15) und Amelie Rumpf (W14). Alle drei waren schon in diesem Jahr Mitglied des Landeskaders.

Die drei jungen LSG-Athletinnen nahmen am Kadertest teil und wurden erneut in den Hessenkader berufen (v. li.): Amelie Rumpf, Marie Sahler und Lu Nierfeld.
Der bundeseinheitliche Test ist – neben den disziplinspezifischen Mindestleistungen - Voraussetzung für eine Berufung in den Landeskader. Er besteht aus mehreren Prüfungen im Sprungbereich (5er Sprunglauf, 3er Hop sowie Drop Jump und Counter Movement Jump zur Testung der reaktiven Kraftfähigkeit der Sprungmuskulatur), Sprint (60 m), Athletikübungen (Schocken vorwärts/rückwärts, turnen), dem Cooper Test (12 min laufen) und beinhaltet des Weiteren die Anthropometrie (Messung von Körperhöhe, Körpergewicht, Sitzhöhe, Armspannweite und Reichhöhe im Stehen). Getestet wurde nach Disziplinblöcken. Lu war in der Gruppe Sprung, und die beiden Hammerwerferinnen, Marie und Amelie, in der Gruppe Wurf verortet.
Gleich im Anschluss an die Testung erfolgte die Nominierungsfeier, zu der auch die Eltern eingeladen waren. Lu Nierfeld wurde in den Dreisprungkader aufgenommen, Marie Sahler und Amelie Rumpf in den Wurfkader. Alle Athlet*innen bekamen von dem Paten bzw. der Patin ihres jeweiligen Kaders eine Berufungsurkunde und ein HLV-T-Shirt überreicht. Patin des Wurfkaders ist Curlie Brown. Die 20-jährige Diskuswerferin von Eintracht Frankfurt wurde 2022 U18 Europameisterin, 2023 U20 Europameisterin und im letzten Jahr gewann sie Silber bei der U20 EM. Patin des Sprungkaders ist Julian Holuschek – ebenfalls von Eintracht Frankfurt. Der 21-Jährige Weitspringer wurde im letzten Jahr Deutscher Hallenmeister im Weitsprung.
Zu den Unterstützungsmaßnahmen bzw. -angeboten, die die jungen Talente vom HLV erhalten (können), gehören Trainingsmaßnahmen am Standort Frankfurt, physiotherapeutische und medizinische Begleitung sowie Unterstützung in der dualen Karriere. Die Eltern sind und bleiben die Hauptsponsoren, und die Heimtrainer behalten die Trainingsplanung und -kontrolle im Blick. Im Januar startet dann das Wettkampfprogramm mit den Hallenmeisterschaften und den Winterwurfmeisterschaften. Gleich im Mai 2027 sind die Freiluft Landesmeisterschaften terminiert. Die Deutschen Jugendmeisterschaften finden Anfang Juli wahrscheinlich in Rostock und Koblenz statt.

Amelie Rumpf (li.) und Marie Sahler mit ihrem Heimtrainer Martin Rumpf. Kadertrainerin ist weiterhin Katrin Klaas. Sie war 2012 Vierte der Olympischen Spiele in London und stellte dort ihre persönliche Bestweite von 76,05 m auf.
Etwa 1000 Laufbegeisterte waren am Sonntag auf den landschaftlich reizvollen Strecken am und um den Laacher See bei Maria Laach unterwegs. Der Laacher See und seine Umgebung bilden das größte Naturschutzgebiet in Rheinland-Pfalz. Das Seetal befindet sich zwischen Rhein, Mosel und Ahr im Osten der Vulkaneifel.
Unter dem Motto „Sport und Spaß – Bewegung erleben mit und ohne Behinderung“ hatte die Laufgemeinschaft Laacher See e. V. in diesem Jahr bereits zum 50. Mal zum Internationalen Laacher See Naturlauf eingeladen. Viele verschiedene Strecken wurden für Läufer*innen und Walker*innen angeboten.
Zum ersten Mal mit dabei waren Marta Litzinger (W13) und ihr Vater Sascha Heimrich (M45). Sie starteten im Hauptlauf über 8,5 km, bei dem eine große Runde um den Laacher See zu absolvieren war. Beide liefen die gesamte Strecke Seite an Seite und kamen nach erfreulichen 49:14,6 min als 286. und 287. der insgesamt 565 Läufer*innen gemeinsam ins Ziel. Damit gelang Marta einmal mehr der Sprung aufs Siegertreppchen: Sie wurde Dritte der weiblichen Jugend U16 und erhielt dafür einen Sachpreis. Außerdem gab es für alle Teilnehmenden eine Jubiläumsmedaille. Sascha belegte Platz 24 der M45.
Das familiäre Laufduo zeigte eindrucksvoll, dass gemeinsames Laufen verbindet und sportliche Erfolge umso schöner macht.

Seite an Seite unterwegs beim Laacher See Naturlauf: Vater Sascha und Tochter Marta.
Der Stundenlauf ist die traditionsreichste und am längsten bestehende Veranstaltung des LC Mengerskirchen. Sie wurde letzten Freitagabend bereits zum 50. Mal auf dem Sportplatz in Mengerskirchen ausgetragen. Hierbei ging es darum, in 60 Minuten so viele Meter wie möglich zu absolvieren. Von der LSG waren bei der Jubiläumsausgabe mit 36 weiteren Läufer*innen Mara Fladung und Toni da Conçeicão am Start.
Im Rahmen von Tonis Marathonvorbereitung und der passenden Trainingssteuerung einigten sich die beiden vorab auf eine Rundenzahl, um eine Überlastung zu vermeiden. Seite an Seite legten sie Runde um Runde der insgesamt 35 Umläufe zurück und hatten dabei viel Spaß bei besten Bedingungen. Mara (W30) dominierte mit 14.245 m die Frauenwertung. Mit ca. 2 km Vorsprung war sie die schnellste Teilnehmerin aller weiblichen Klassen. Auch Toni gewann seine Altersklasse M50 mit 14.002 m überlegen.
Ein perfekter Motivationsschub, der besonders Toni mit viel Selbstvertrauen in die weiteren Schritte seiner Marathonvorbereitung entlässt. Er möchte Ende Oktober beim Frankfurt Marathon sein 100. Marathonjubiläum feiern.

Mara Fladung und Toni da Conçeicão erlebten beim Stundenlauf in Mengerskirchen einen tollen und erfolgreichen Laufabend.
Gemeinschaft, Abenteuer und jede Menge Spaß: das erlebten 260 Kinder beim großen Finale des Süwag KiLa Cup, das die LSG vergangenen Samstag auf dem Sportplatz in Niederselters ausrichtete. Bei herrlichem Spätsommerwetter herrschte vor allem am Vormittag ein großes Gewusel, als die 6- bis 9-Jährigen ihre Wettbewerbe absolvierten und von ihren Trainern, Eltern, Geschwistern und Großeltern begleitet und angefeuert wurden. Für die U8 und die U10 war es der 4. Wettkampf für dieses Jahr.
Bei jeder Veranstaltung variieren die Übungen, die angeboten werden. Dieses Mal waren es die 30 m Hindernissprintpendelstaffel, bei der es darum geht, als Team in 3 Minuten so viele Minihürden wie möglich zu überwinden, Stab-Weitsprung in die Weitsprunggrube, Schlagwurf mit einem 80 g-Ball und als Höhepunkt am Ende wie immer die Biathlonstaffel, die Werfen inklusive Treffsicherheit und ausdauerndes Laufen vereint.
Viele Eltern stellten sich als Helfer an den Wettkampfstationen zur Verfügung und unterstützten auch das Verkaufsteam, das bei dem großen Besucherandrang alle Hände voll zu tun hatte. Die zahlreichen Kuchen- und Laugengebäckspenden fanden reißenden Absatz.

In der U8 hatte die LSG mit den „Mini Goldies“ ein Team mit 7 Nachwuchsathleten am Start, die von Brigitte Ohde-Seidel und Madleen Manneschmidt betreut wurden. Insgesamt 8 Mannschaften waren hier im Wettbewerb. Die LSG-Kinder bewiesen einmal mehr, welche tollen koordinativen und konditionellen Fähigkeiten in ihnen stecken. Sie waren das beste Team in der Hindernisstaffel und sammelten die meisten Punkte im Stab-Weitsprung. In der Biathlonstaffel kamen sie als 2. im Ziel an und im Schlagballwurf wurden sie 3.

In der Endabrechnung des Tages waren sie damit nicht zu schlagen und sicherten sich überlegen den Sieg. Doch damit nicht genug: Auch die Serienwertung aller Wettkämpfe dieses Jahres gewannen sie. Und dafür gab es neben den Urkunden und Medaillen auch einen großen Pokal für Roman Schmidt, Emilia Postel, Linus Sieber, Emma Reichwein, Henri Mauer, Luka Lehr, Luca Olaru, Mila Fladung, Jonah Rummel und Leni Zey.

In der U10 hatte die LSG mit den „LSG Goldies I“ und „LSG Goldies II“ gleich zwei Mannschaften am Start. Auch sie präsentierten sich in toller Form und wurden von Friederike Schoppe, Petra Will und Peter Loeven betreut. Team I mit Oskar und Hannes Laux, Lisa Schoppe, Leonard Ohnacker, Raphael Hörig, Anastasia Olaru, Louis Lehr und Moritz Gottschling gewann 3 der 4 Wettbewerbe – die Hindernissprintstaffel, den Schlagballwurf und die Biathlonstaffel. Im Stab-Weitsprung wurde es 2. Damit war den 8 Kindern der Tagessieg ebenso sicher wie der Gesamtsieg in der Serienwertung 2026.

Team II mit Luisa Schaaf, Katharina Sahl, Rieke Gottschling, Elaine Seck, Felix Postel, Finn Schumacher, Emma Müller, Maya Yazdi und Elli Ohnacker wurde 4. im Stab-Weitsprung, 5. in der Hindernisstaffel, 6. im Schlagball und 7. in der Biathlonstaffel. Damit landeten die LSG Goldies II insgesamt auf Platz 5 der 11 Mannschaften. In der Cup Wertung 2026 wurden sie 7.

Die erfolgreichen U10-Kinder (oben) mit ihren Trainern (hinten v. li.) Friederike Schoppe, Petra Willl und Peter Loeven sowie das siegreiche U8-Team (unten) mit seinen Trainerinnen (hinten v. li.) Madleen Manneschmidt und Brigitte Ohde-Seidel.
Am Nachmittag waren dann die U12-Kinder mit ihren Trainern Friederike Schoppe und Peter Loeven an der Reihe, allein 18 kamen von der LSG. 7 Mannschaften waren hier am Start, die LSG stellte gleich 2 Teams. Sie gingen als geschlechter-gemischte Teams an den Start und gleichzeitig erfolgte auch eine Einzelwertung nach Jahrgängen. Angeboten wurden ein 50 m-Sprint, ein 50 m Hürdenlauf, Stab-Weitsprung, Drehwurf mit dem 600 g-Gummidiskus und zum Abschluss ein 800 m-Lauf.

Die „LSG Maxi Goldies I“ mit Lotta Schmidt, Enie Reitz, Maja Sturm, Ida Lesch, Lars Gottschling, Max Hundler und Liam Fladung gewannen als Team in 4 der 5 Disziplinen gegen die Konkurrenz aus dem Kreis Limburg-Weilburg und sicherten sich so überlegen den Mannschaftssieg und den Siegerpokal. Die „LSG Maxi Goldies II“ mit Lara Noll, Ida Hundler, Elin Reichwein, Annabelle Rumpf, Felix Isenhardt, Leonard Sieber, Lokman Dierlmaier, Amadeus und Theodor König wurden 4. im Diskuswurf, jeweils 5. über 50 m, 50 m Hürden und 800 m sowie 6. im Stab-Weitsprung und holten sich damit insgesamt den 5. Platz.

Neben dem Teamwettbewerb gab es hier auch Einzelwertungen der Athleten für jede der 5 Disziplinen sowie für den Mehrkampf als Addition aus den 5 Disziplinen. Auch hier präsentierten sich die LSG-Kinder überragend: Lara Noll gewann überlegen die Mehrkampfwertung der W10. Dabei war sie Schnellste über 50 m und 50 m Hürden und 2. im Diskuswurf. Ida Hundler wurde 3. im Stabweitsprung der W10. Auch Lotta Schmidt in der W11 war nicht zu schlagen. Sie gewann ebenfalls überlegen die Mehrkampfwertung. Dabei war sie das schnellste Mädchen über 50 m und 50 m Hürden und warf mit 20,72 m am weitesten Diskus. Im Stabweitsprung landete sie auf Platz 3. In dieser Disziplin siegte wiederum Ida Lesch und sie wurde 2. über die 50 m Hürden. Enie Reitz belegte hinter Lotta Platz 2 im Diskuswurf.

Max Hundler eroberte sich Platz 2 des Mehrkampfs in der M11. Er siegte im Stabweitsprung und wurde 2. über 50 m Hürden. Lars Gottschling wurde 4. im Mehrkampf. Dabei belegte er im Diskuswurf ebenso Platz 2 wie über 800 m. In der M10 siegte Lokman Dierlmaier im Diskuswurf und Leonard Sieber sprintete als 2. über 50 m ins Ziel.

Ein fantastischer Tag voller Leidenschaft, Teamgeist und sportlicher Höchstleistungen für den LSG-Nachwuchs – das Finale des Süwag KiLa Cup hat einmal mehr gezeigt, wie viel Freude und Gemeinschaft im Sport stecken.

Die beiden U12-Mannschaften mit ihren Betreuern Friederike Schoppe (5. v. li.) und Peter Loeven (hinten) und mit dem Siegerpokal.