DKMS - 8. November


Bei bestem Spätsommerwetter fiel am Sonntag, dem 27. September, der Startschuss für den „Herbstlauf Niederrhein“. Bereits zum 3. Mal hatten die Kommunen Kerken, Issum und Rheurdt nahe Krefeld zusammen mit dem Energieunternehmen Westenergie zum sportlichen Familienfest an den Niederrhein eingeladen. Start und Ziel befanden sich auf dem Sportplatz des TSV 95/10 Nieukerk. Auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer warteten verschiedene Laufangebote für jedes Alter und Leistungsniveau. Das Programm reichte vom Bambini-Lauf über 400 m über den Schüler- und Family-Run über 3 km bis hin zu den beliebten Fünf- und Zehn-Kilometer-Läufen.
„Wir freuen uns darauf, wieder viele Menschen aus der Region in Bewegung zu bringen. Der Herbstlauf Niederrhein steht für Gemeinschaft, Freude an der Bewegung und ein sportliches Miteinander über alle Generationen hinweg“, hatten die Veranstalter in der Einladung betont.
Neben den sportlichen Wettbewerben erwartete die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für die ganze Familie. Spiel- und Mitmachaktionen für Kinder sowie kulinarische Angebote sorgten dafür, dass auch abseits der Laufstrecken beste Unterhaltung geboten wurde.
Für die LSG war die laufbegeisterte Familie Gottschling am Start.

Fast die komplette Familie Gottschling war beim Herbstlauf Niederrhein aktiv (von links): Freyja, Rieke, Moritz, Lars, und Rafael Gottschling liefen mit. Mama Vanessa hatte alle Hände voll mit dem Anfeuern und Betreuen zu tun.
Freyja und Rieke hatten jede Menge Spaß beim Bambinilauf der Kinder bis 8 Jahre über 400 m. Sie absolvierten mit insgesamt 64 Kindern eine Runde im Stadion. Freyja gehörte mit zu den Jüngsten und lief dennoch bereits nach 1:44 min als siebtschnellstes Mädchen und Siegerin der W5 über die Ziellinie. Ihre Schwester Rieke wurde in 1:34 min Gesamtdritte der 64 Teilnehmer*innen und Zweite der W8.
Große Freude gab es auch bei ihren Brüdern Lars und Moritz. Sie nahmen sehr erfolgreich am Schüler- und Jugendlauf für Kinder bis 15 Jahre über 3 km teil. Lars benötigte lediglich 12:57 min und lief als Gesamtfünfter bzw. Zweiter seiner Altersklasse U12 über die Ziellinie. Moritz (M9) plagten zwischendurch Seitenstiche, dennoch erzielte auch er mit 15:11 min eine tolle Zeit und freute sich riesig über den 4. Platz seiner Altersklasse U10.
Den Familienerfolg komplettierte Vater Rafael. Nach monatelanger Verletzungspause war er Ende August erstmals über 5000 m auf der Bahn wieder gestartet und gehörte am Niederrhein zum 165-köpfigen Starterfeld über 10 km. Die Strecke verlief vornehmlich über Schotter- und Asphaltwege und war weitgehend flach. Rafael hatte sich eine Zeit unter 37 min vorgenommen und setzte dieses Vorhaben in die Tat um. Er überquerte nach starken 36:51 min als Gesamtvierter und Zweiter seiner Altersklasse M35 die Ziellinie und war absolut zufrieden über dieses Resultat.
So war es ein rundum gelungener Tag für Familie Gottschling - ein perfekter Familienausflug unter dem Motto: gemeinsam in Bewegung bleiben.
Das Ehrenamt hat in unserem täglichen Leben eine enorme Bedeutung bekommen. Es ist heute praktisch nicht mehr wegzudenken, dass „eine Einzelperson oder eine Gruppe freiwillig und unentgeltlich Arbeit leistet“, wie es bei Wikipedia heißt. Ehrenamtlich betätigen können wir uns in verschiedenen Positionen, etwa in einem Verein.
In der LSG gibt es viele ehrenamtlich Tätige. Wertvolle Mithilfe bei der Ausrichtung der zahlreichen Wettkämpfe, die die LSG anbietet (in diesem Jahr waren es zehn), leisten etwa die Kampfrichter an den Wettkampfstätten.
Der Hessische Leichtathletik Verband hatte kürzlich einen Kampfrichter-Grundlehrgang in Eschhofen ausgeschrieben, speziell für Vereinsvertreter aus dem Kreis Limburg-Weilburg. Sehr erfreulich aus Sicht der LSG: 12 der 16 Teilnehmer*innen kamen von der LSG.
Sie wurden zwei Tage lang theoretisch und praktisch geschult. D. h. das theoretisch vermittelte Wissen wurde immer wieder in Praxisübungen auf dem Sportplatz praktisch angewendet. So ging es am ersten Tag um die technischen Disziplinen Sprung und Wurf und am zweiten Tag um den Kampfrichtereinsatz beim Lauf und Mehrkampf. Zum Abschluss konnte jeder sein erworbenes Wissen mit einer Lernerfolgskontrolle testen.
„Dass ein so großer Teil der Kursteilnehmer aus unseren eigenen Reihen kam, zeigt, wie tief die Hilfsbereitschaft in der LSG verwurzelt ist," erklärte LSG-Vorsitzender Thomas Laux. "Ich danke Euch allen herzlich, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt, um unser Team zu verstärken. Ohne diese wertvolle ehrenamtliche Unterstützung könnten wir die Qualität und Vielfalt unserer Wettkämpfe in dieser Form nicht gewährleisten.“

Absolvierten ein ganzes Wochenende lang die Kampfrichter-Grundausbildung Leichtathletik (hinten v. li.): Julia Bremser, Hanna Schneider, Sophie Köble, Lea Seyffert, Brigitte Ohde-Seidel, Lorena Weber, Silvia Litzinger, Daniela Reichwein, (vorne v. li.) Lotta Herdter, Emma Keinbrecht, Lotte Rumpf und Silke Lennartz.
Mehr als 40.000 Läuferinnen und Läufer waren am Sonntag in Köln auf den Straßen der Domstadt unterwegs. Bevor es am 10.30 Uhr für die Läuferinnen und Läufer der langen Strecke über 42,195 km losging, startete bereits um 8.30 Uhr der Halbmarathon. Unzählige Menschen an der Strecke sorgten wie immer für eine ausgelassene Kulisse beim 28. Köln Marathon, und auch das Wetter spielte bestens mit. Im Vergleich zum Vorjahr war die Zahl der Läuferinnen und Läufer um über zehn Prozent gestiegen.
Auf einem flachen und schnellen Kurs ging es bei der viertgrößten Marathonveranstaltung Deutschlands sternförmig durch die Stadt. Start war auf der Opladener Straße in Köln-Deutz. Das Ziel lag traditionell auf der Komödienstraße direkt am Dom.

Die Strecke führte entlang des Rheinufers sowie durch belebte Kölner Viertel wie Rodenkirchen, Lindenthal, Ehrenfeld und Nippes, entlang derer rund 300.000 Zuschauer mit Trommeln, Plakaten, bunten Luftballons und lautstarken Anfeuerungsrufen für Stimmung sorgten.
Mittendrin: Peter Ringeisen, der zum ersten Mal in Köln am Start war und absolut angetan war von der Atmosphäre: „Die Stimmung ist unschlagbar! Quasi 42 km lang eine Finishline! Es ist unfassbar, was da abgeht! Vom ersten bis zum letzten Meter nur Menschen und Musik und Rambazamba! Mega! Ich hab‘ sowas noch nicht erlebt!“
Peter genoss diese Stimmung und ließ sich von ihr tragen. Den Halbmarathon absolvierte er in 1:32:54 h so schnell wie bei seiner Bestzeit von 3:09:05 h beim Danzig Marathon im April. Allerdings fiel ihm das Rennen ab Kilometer 32/33 sehr schwer. „Es war sehr warm heute und ich war etwas zu warm angezogen“, schilderte der 51-Jährige. Er büßte auf der 2. Streckenhälfte ein paar Minuten ein, war aber mit seiner Endzeit von 3:13:51 h sehr zufrieden. Damit war ihm eine Durchschnittszeit von 4:35 min pro Kilometer gelungen. „Meine Zeit ist unterm Strich sehr zufriedenstellend. Jedoch hab‘ ich hart dafür gekämpft!“, berichtete er. Peter belegte Platz 778 der mehr als 9.600 Finisher und wurde 32. seiner Altersklasse M50.
Der 28. Köln Marathon hat einmal mehr bewiesen, warum er zu den beliebtesten Laufveranstaltungen Deutschlands zählt: Eine perfekte Mischung aus sportlichem Ehrgeiz, mitreißender Stimmung und unvergesslichen Momenten.


Mit Lucija Heun und Toni da Conçeicão hatte die LSG am vergangenen Sonntag eine Debütantin und einen sehr erfahrenen Läufer am Start bei der 52. Auflage des Berlin Marathon. Mehr als 56.000 Menschen aus 162 Nationen hatten sich für den Lauf über die klassische Distanz von 42,195 Kilometern angemeldet. Damit gehört Berlin weiterhin zu den größten Marathonveranstaltungen weltweit und ist das mit Abstand größte Rennen dieser Art im deutschsprachigen Raum.
Über 50.000 Finisher erlebten bei idealem Wetter den ganz besonderen Moment beim Durchlaufen des Brandenburger Tores kurz vor der Ziellinie, Zehntausende Zuschauende und 80 Live Bands feierten den Sport entlang der Strecke.
Toni machte sich am Sonntag bereits zum 12. Mal auf den Weg durch die Hauptstadt. „Die altbewährte Strecke mit ihren zahlreichen optischen Attraktionen und ihren unzähligen, stetig anfeuernden Zuschauern ist und bleibt einfach ein Highlight“, berichtete er begeistert. Toni kam mit den Bedingungen gut zurecht und lief nach einem sehr gleichmäßigen Rennen in 3:14:39 Stunden absolut zufrieden ins Ziel. Mit einer Durchschnittszeit von 4:37 Minuten pro Kilometer belegte er Platz 6477 des Gesamtfeldes und Rang 388 seiner Altersklasse M50. Insgesamt war es für den 53-Jährigen bereits der 99. Marathon seines Lebens. Sein 100. Marathonjubiläum möchte Toni Ende Oktober beim Frankfurt Marathon feiern.

Originelles Erinnerungsfoto vom Berlin Marathon: Toni da Conçeicão mit dem Berliner Bär.
Lucija Heun dagegen absolvierte ihren allerersten Marathon. Sie ging recht unbedarft an die Sache heran und war absolut angetan von dem Rennverlauf. Auch ihr gelang ein sehr gleichmäßiges Rennen. Den Halbmarathon absolvierte sie in 1:46:33 Stunden, und für die zweite Streckenhälfte benötigte sie 1:47:51 Stunden. Am Ende überquerte sie nach starken 3:34:24 min als 553. ihrer Altersklasse W30 die Ziellinie hinter dem Brandenburger Tor. Damit war ihr eine Durchschnittszeit von 5:05 Minuten pro Kilometer gelungen und sie freute sich riesig. „Erst durch die Vorbereitung merkt man, wie viel Zeit, Disziplin und Umfang hinter einem Marathon stecken – umso mehr Respekt habe ich vor allen, die das öfter machen! Das Wetter, die Strecke und vor allem die Stimmung waren einfach ein Traum. Ein unglaublich schönes Erlebnis und ein Tag, an den ich mich noch lange erinnern werde. Danke Berlin!“, ließ sie den Tag Revue passieren.
Zwei unterschiedliche Perspektiven, eine gemeinsame Leidenschaft: Luci und Toni bewiesen in der Hauptstadt eindrucksvoll, dass die Faszination des Marathons über alle Erfahrungsstufen hinweg besteht.

Impressionen von Lucis erster Marathonteilnahme in Berlin – Freude pur.