Unter den mehr als 650 Sportler*innen bei den Hessischen Hallenmeisterschaften der Jugend U18 sowie der Männer und Frauen in der Leichtathletikhalle Frankfurt-Kalbach waren auch fünf LSG-Athlet*innen. Für die größte Überraschung sorgte „Altmeister“ Sven Medenbach. Der M35-Senior, der als Trainer der Leistungsgruppe fungiert und selbst eigentlich „nur“ noch ein wenig hier mittrainiert, ging seit vielen Jahren wieder einmal über 60 m Hürden der Männer an den Start. Hier müssen fünf Hürden mit einer Höhe von 1,067 m überwunden werden. Sven überraschte sich selbst, als er nach starken 8,40 s als Vierter ins Ziel stürmte und damit die B-Norm für die Deutschen Hallenmeisterschaften der Männer erfüllte. Nach dem Finale fand noch ein Einlagelauf statt. Hier agierte er noch aggressiver, nahm aber die ersten Hürden mit dem Knie mit. Trotzdem verbesserte er sich noch einmal auf 8,39 s.
Auch seine Athletin Milla Nierfeld überzeugte über 60 m Hürden. Im Vorlauf der Frauen gelang ihr ein sehr gutes Rennen. Mit ausgezeichneten 8,96 s blieb sie zum ersten Mal unter der begehrten 9 s-Marke. Das Finale lief nicht optimal für sie, da sie leichte Beschwerden in der Leiste spürte und dadurch das Nachziehbein nicht richtig betätigen konnte. Dennoch erzielte sie mit 9,12 s nochmals eine tolle Zeit und wurde Achte.
Ihre Schwester Lu – erst 15 Jahre alt – startete im Weitsprung bei der älteren U18 und schlug sich klasse. Sie sprang auf 5,08 m und wurde Sechste. Die gleiche Platzierung gelang Jayden Seck im Weitsprung der männlichen Jugend U18. Mit 5,79 m im ersten Versuch schaffte er gleich einen guten Einstieg und blieb nur knapp unter seiner Bestweite von 5,82 m aus der Freiluftsaison. Ihm gelang ein konstanter Wettkampf mit nochmals 5,79 m und am Ende 5,81 m im letzten Durchgang. Allerdings hat er noch Potential, denn zu keinem Zeitpunkt traf der das Brett und verschenkte dadurch jeweils wertvolle Zentimeter. Sein Trainer Sven Medenbach zog als Fazit: „Wenn Jayden das Brett trifft und auch die Landung gut durchzieht, sind locker die 6 m drin!“
Johann Bördner ging im 60 m-Sprint der U18 an den Start und zeigte einen sehr guten Saisoneinstieg. Er verbesserte seine persönliche Bestleistung um mehr als eine Zehntelsekunde auf erfreuliche 7,52 s und qualifizierte sich so für die Zwischenläufe. Hier steigerte er sich ein weiteres Mal auf 7,50 s – und das, obwohl er am Ende zu verkrampft war. Auch er hat also noch Potential. Immerhin hat er mit beiden Resultaten die Qualifikationsleistung für die Süddeutschen Meisterschaften (7,60 s) erfüllt.

Jayden Seck sprang mit erfreulichen 5,81 m auf Platz 6 im Weitsprung der männlichen Jugend U18.

