Mehr als 700 Nachwuchsathlet*innen tummelten sich am vergangenen Wochenende bei den Hessischen Hallenmeisterschaften der Jugend U16 und U20 in der Leichtathletikhalle Frankfurt-Kalbach. Mit dabei waren neun LSG-Athlet*innen.

Herausragend lief es für die beiden Schwestern Lu und Milla Nierfeld. Lu (W15) startete dreimal und wurde jeweils mit der Bronzemedaille belohnt. Sie sprintete die 60 m Hürden im Vorlauf in neuer Bestzeit von 9,54 s und steigerte sich im Finale nochmals auf starke 9,42 s. Dazu flog sie im Dreisprungwettkampf auf hervorragende 10,52 m und erzielte im Weitsprung ebenfalls beachtliche 5,01 m. Im Dreisprung gelang ihr sogar die Qualifikationsweite für die Süddeutschen Meisterschaften der älteren Jugendlichen U18, bei denen sie höher starten darf.

Wurde dreimal mit der Bronzemedaille dekoriert: Lu Nierfeld überzeugte bei den Hessenmeisterschaften über 60 m Hürden ebenso wie im Weit- und Dreisprung.

Viele Steine fielen ihrer Schwester Milla (U20) und deren Trainer Sven Medenbach vom Herzen, als Milla im 60 m Hürdenvorlauf nach 9,06 s ins Ziel sprintete. Nach einigen Stürzen beim Hürdenlauf in der Sommersaison 2025 war das ein sehr wichtiges Erfolgserlebnis. Das i-Tüpfelchen: Milla gelang damit die Qualifikation für die Deutschen Hallenmeisterschaften Ende Februar in Sindelfingen. Sie bestätigte ihre gute Form im Endlauf mit 9,15 s, trotz eines technisch unsauberen Laufes und wurde damit insgesamt 5.

Den 4. Platz sicherte sich Philipp Welcker im Weitsprung der MJU20 mit 5,95 m. Philipp wurde außerdem Sechster im Hochsprung mit 1,75 m. Seinen letzten Versuch über 1,80 m riss er nur knapp und war sehr zufrieden mit dem Wettkampf. Im 60 m-Vorlauf blieb Philipp mit 7,59 s nur knapp über seiner Bestzeit.

Philipp Welcker sprang mit 1,75 m auf Platz 6 im Hochsprung der mJU20.

Auch Hanna Schneider gelang eine Platzierung auf Rang 4. Sie erzielte im Kugelstoßen der W 15 mit 10,36 m eine neue Bestweite. Im 60 m-Vorlauf sprintete sie außerdem in 8,43 so schnell wie noch nie und qualifizierte sich für die Zwischenläufe. Hier bestätigte sie mit 8,46 s ihre gute Form. Leider musste sie aufgrund von Fußproblemen auf den Weitsprung und die 300 m verzichten.

Zum ersten Mal im LSG-Trikot ging Maja Blohm an den Start und landete gleich zweimal auf Rang 5: im Stabhochsprung der W 14 mit exakt 2,00 m sowie im Mehrfachsprung mit starken 14,70 m. Beide Disziplinen absolvierte sie zum allerersten Mal und startete als 13-Jährige in der älteren W14, da Hessische Meisterschaften erst ab diesem Alter angeboten werden.

LSG-Neuzugang Maja Blohm sicherte sich gleich zweimal Rang 5 der W14: hier in Action beim 5er-Mehrfachsprung.

Lotta Herdter (W15) trat über 60 m Hürden an. Sie erwischte einen sehr guten Start und konnte dadurch die 2. Hürde im 3er-Rhythmus angehen. Danach wechselte sie wieder in den 4er-Rhythmus. Mit 10,68 s im Vorlauf verbesserte sie ihre bisherige Bestzeit deutlich.

Pauline Stahl erwischte mit 8,26 s über 60 m der U20 einen guten Einstieg in das neue Jahr. Ihr gelang damit eine neue Bestzeit und sie qualifizierte sich für die Zwischenläufe. Hier bestätigte sie in 8,27 s ihre gute Form

Auch Josy Kargbo startete im 60 m-Sprint der U20. Mit 8,72 s schaffte sie einen soliden Einstieg, blieb aber unter ihren Möglichkeiten.

Pech hatte Amalia Meyer in ihrem ersten Leichtathletikwettkampf für die LSG. Sie ging als 13-Jährige bei der älteren W14 im Kugelstoßen an den Start und versuchte sich zum ersten Mal in einem Wettkampf in der Drehstoßtechnik. Ihr erster Stoß landete deutlich über 8 m, war aber leider ungültig, weil sie etwas nachlässig den Balken berührt hatte. Mit dieser Weite hätte sie unter den besten Acht landen können. Leider lief es danach nicht mehr gut für sie, so dass sie mit 7,27 m deutlich unter ihren Möglichkeiten blieb.

Am kommenden Wochenende stehen in der Leichtathletikhalle in Frankfurt-Kalbach die Hessenmeisterschaften der Frauen und Männer sowie der Jugend U 18 auf dem Programm – wieder mit einem Aufgebot der LSG.