Nach seinem Saisonauftakt beim Wintercup in der Leichtathletikhalle in Frankfurt-Kalbach zwei Wochen zuvor präsentierte sich Lukas Glöckner auch bei den Hessischen Hallenmeisterschaften der Aktiven und U18-Jugendlichen an gleicher Stelle in toller Form. Über 200 m der Männer war er mit 21,97 s nicht zu schlagen und sicherte sich überlegen den Hessenmeistertitel. Tags zuvor hatte er sich über 400 m ein absolut spannendes Duell mit einem Konkurrenten aus Wetzlar geliefert. Bis 5 m vor dem Ziel war Lukas in Führung. Erst dann wurde er ganz knapp von dem Konkurrenten, der 2024 U20 WM-Teilnehmer war, abgefangen. Mit bärenstarken 49,16 s stellte Lukas seine persönliche Hallenbestzeit aus dem letzten Jahr ein und wurde mit nur 8 Hundertstelsekunden Rückstand Hessischer Vizemeister. Die 60 m war er zuvor in guten 7,04 s bzw. 7,03 s im Vor- und Zwischenlauf gesprintet. Dabei gelang ihm der Start nicht optimal und so fehlten ihm am Ende 5 Hundertstelsekunden für die Teilnahme am Endlauf, bei dem zwei Sprinter die Hallen-WM-Norm unterboten.

Lukas Glöckner kraftvoll unterwegs über 200 m, wo er Hessenmeister wurde und bei der Siegerehrung für die Hessische Vizemeisterschaft über 400 m (Fotos: Frank Noll).

Einen überragenden 5. Platz sicherte sich Lea Seyffert. Im 200 m-Sprint der Frauen erzielte sie sehr starke 25,80 s – und das als älteste Teilnehmerin des Feldes – zwei Tage nach ihrem 30. Geburtstag. Tags zuvor war sie die 60 m in beachtlichen 7,97 s und im Zwischenlauf in 7,92 s gesprintet. Über diese Distanz war auch die Bronzemedaillengewinnerin von Paris, Lisa Mayer vom Sprintteam Wetzlar, am Start. Marija Dedic war nach 7,96 s im Vorlauf ebenfalls für den Zwischenlauf qualifiziert und verbesserte sich hier auf 7,91 sec. Leider verletzte sie sich jedoch leicht an der Oberschenkelmuskulatur.  

Mit schnellen Schritten unterwegs zum starken 5. Platz über 200 m der Frauen: Lea Seyffert. 

Bei den 60 m Hürden der Frauen waren mit Chantal Ferdinand und Milla Nierfeld gleich zwei LSG-Athletinnen im Einsatz. Chantal erzielte nach einem soliden Rennen im Vorlauf und im B-Endlauf jeweils 9,54 s und wurde damit 13. Auch Milla Nierfeld – eigentlich noch U20-Jugendliche - qualifizierte sich mit 9,38 s für das B-Finale. Hier steigerte sie sich auf gute 9,34 s und lief auf Platz 11.

Als 9. verpasste Philipp Welcker ganz knapp den Endkampf im Weitsprung der U18. Mit 5,60 m und nur einem gültigen Versuch fehlten ihm am Ende wenige Zentimeter. Leider war der erste, sehr weite Sprung ungültig gewesen. Im Hochsprung zeigte sich Philipp verbessert und belegte nach übersprungenen 1,70 m den 11. Platz. Die 1,74 m riss er zweimal nur ganz knapp. 1,74 m hätten Platz 5 bedeutet. Zudem wurde Philipp mit toller neuer Bestzeit von 7,55 s im Vor- und 7,65 s im Zwischenlauf 19. im 60 m-Sprint.

Lea Martin hat im Weitsprung mittlerweile eine tolle Technik entwickelt.

Lea Martin sprintete im Vorlauf über 60 m der U18 8,72 s und war damit vollauf zufrieden. Im Weitsprung blieb sie mit 4,66 m (15.) leider ebenso unter ihren momentanen Möglichkeiten wie im Kugelstoß mit 9,01 m (12.). Johann Bördner qualifizierte sich mit 7,71 s im 60 m-Sprint der U18 für den Zwischenlauf und konnte sich hier auf 7,66 s steigern (Platz 20). Mit seiner Kugelstoßweite von 9,26 m und Platz 12 war er nicht zufrieden, hatte er beim Einstoßen doch fast 10 m erreicht.

Am kommenden Wochenende stehen schon die nächsten wichtigen Wettkämpfe auf dem Programm: Milla Nierfeld und Marija Dedic starten bei den Süddeutschen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe und Sabine Rumpf, Christina Iyamu, Marie Sahler, Pauline Schmitt und Hanna Schneider bei den Hessischen Winterwurfmeisterschaften in Darmstadt.