Ladenburg bei Heidelberg war am vergangenen Samstag das Ziel vierer LSG-Athleten. Ingrid Schäfer, Jutta Kerth, Marie und Philip Sahler traten beim 40. Albert Friedrich-Gedächtnis Turnier im Rasenkraftsport an.

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Erfolgreich im Rasenkraftsport (v. li.): die Hessenrekordhalterin
im Hammerwurf, Marie Sahler, Jutta Kerth, Ingrid Schäfer und Philip Sahler.

Der Rasenkraftsport besteht aus den drei Disziplinen Hammerwerfen, Gewichtwerfen und Steinstoßen sowie dem daraus zusammengesetzten Dreikampf. Das Gewichtwerfen erfolgt prinzipiell wie das Hammerwerfen und nach fast gleichen Regeln. Das Wurfgewicht ist ebenfalls kugelförmig, allerdings durch eine Kette mit dem Griff verbunden und die Länge beträgt nur 50 cm (beim Hammerwerfen beträgt die Drahtlänge 1,22 m). Die Hebelwirkung ist also viel geringer als beim Hammerwerfen.

Das Steinstoßen ist die dritte Disziplin im Rasenkraftsport-Dreikampf. Der Stoßstein hat die Form eines Quaders (Ziegelstein), ist aus Stahl oder Guss gefertigt und wird einarmig aus beliebig langem Anlauf gestoßen. Ein Balken dient als Abstoßlinie.

Ingrid (W80) hatte eine nur leicht schwächere Punktleistung (1199 Punkte) im Vergleich zu den deutschen Meisterschafen drei zwei Wochen zuvor. Die 84-Jährige steigerte sich im 3 kg-Gewichtwurf dieses Mal auf tolle 11,05 m. Im 2 kg-Hammerwurf gelangen ihr 21,07 m und im 3 kg-Steinstoßen 5,14 m.

Jutta (W55) ging zum allerersten Mal bei einem Rasenkraftwettkampf an den Start und erzielte 1650 Punkte. Im 3 kg-Steinstoßen (7,71 m) und beim 3 kg-Gewichtwurf (15,92 m) lief es gut. Nur der Hammerwurf – eigentlich ihre Paradedisziplin – funktionierte an diesem Tag einfach nicht. Der weiteste ihrer drei Versuche landete bei 23,84 m. Damit war sie überhaupt nicht zufrieden.

Philip Sahler (M10) stellte gleich zwei Bestleistungen auf. Nach seinen Hessenmeistertiteln im Rasenkraftsport im Juli steigerte er sich im 3 kg-Steinstoßen auf 6,61 m und im 2 kg-Hammerwurf auf ebenfalls tolle 24,17 m. Im Gewichtwurf gelangen ihm 12,35 m. Insgesamt sammelte er damit 1421 Punkte.

Glänzend lief es für seine Schwester Marie in der W12. Auch sie stellte zwei neue persönliche Bestweiten auf. Zum einen im 3 kg-Steinstoßen mit 7,71 m und ganz herausragend mit 40,73 m im 2 kg-Hammerwurf. Damit übertraf sie zum ersten Mal die 40 m-Marke. Auch ihre beiden anderen Würfe waren mit über 37 m bzw. über 39 m erstklassig. Gleichzeitig hat sie damit ihren eigenen Hessenrekord (38,26 m) im Hammerwurf, den sie vier Wochen zuvor aufgestellt hatte, nochmals enorm gesteigert. Im Gewichtwurf blieb sie dieses Mal unter der 20 m Marke (18,90 m) - sicherlich auch dem relativ stumpfen Ring geschuldet, mit dem viele Teilnehmer ihre Probleme hatten. Ihre Gesamtpunktzahl betrug 2034.

Alle vier LSG-Werfer*innen, die viel Spaß bei diesen Wettkämpfen hatten, wurden jeweils Erste in ihrer Altersklasse und in der Gesamtwertung kam die Mannschaft mit 20 Punkten auf Platz drei.